Finaler Beschluss: Verbandsmanagementtool kommt zum Saisonstart 2026/27
Der DHB-Bundesrat gibt grünes Licht: Das neue Verbandsmanagementsystem Handball360 startet zur Saison 2026/27. Pilotphase und Schulungen laufen bereits.
Der Bundesrat des Deutschen Handballbundes (DHB) hat in einer Sondersitzung beschlossen: Zum Saisonstart 2026/27 bekommt ganz Handball-Deutschland ein einheitliches Verbandsmanagementtool. Damit bleibt das Projekt mit dem Arbeitstitel Handball360 im anvisierten Zeitplan. Im vergangenen November hatte der Bundestag beschlossen, dass die neue Verbandsmanagementsoftware zur Spielzeit 2026/27 eingeführt wird, sich aber auf eine Möglichkeit verständigt, dass der Bundesrat Ende März noch einmal über den exakten Zeitpunkt abstimmt. Nun wurde der vorgeschlagene Start-Zeitpunkt final bestätigt.
Diese Entscheidung ist für die Handball360-Arbeitsgruppen Bestätigung und Auftrag zugleich. „Mit diesem Zeitplan müssen DHB, Landesverbände, Bezirke, Kreise, Vereine, aber auch alle Einzelpersonen weiter Vollgas geben und an einem Strang ziehen“, erklärt Dr. Klaus Berding, Vorstand Finanzen und Recht im DHB. So muss beispielsweise jede einzelne Person, die eine aktive Rolle im deutschen Handball hat (Spieler*in, Schiedsrichter*in, Zeitnehmer*in/Sekretär*in, Vereins-Funktionär*in, Einteiler*in etc.) sich vor der neuen Saison im neuen System anmelden, um weiter aktiv bleiben zu können. Auch die Vereine und die Verbände können schon jetzt zur Umstellung aktiv beitragen, indem sie die Datensätze ihrer Mitglieder bereinigen beziehungsweise aktualisieren und sich darauf einstellen, dass bis zum Saisonstart diverse Schulungen mit unterschiedlichen Personengruppen durchgeführt werden.
Pilotphase und Vorbereitung laufen
Derzeit läuft die Pilotphase, in der von den Landesverbänden ausgewählte Funktionäre in ihrem Funktionsbereich die neue Software intensiv testen. Ab Ende Mai stehen dann diese Module und Funktionalitäten im Livebetrieb zur Verfügung, sodass alle Handballer*innen in Deutschland, die mit der neuen Verbandsmanagementsoftware arbeiten, das Tool kennenlernen können. „Damit einhergehend werden die Schulungen intensiviert“, sagt Dr. Klaus Bering. „Alle, die in den aktuellen Systemen arbeiten, werden mit entsprechenden Informationen versorgt, um sich mit den relevanten Funktionen im neuen System vertraut zu machen und dort ihre Arbeit bzw. Interessen weiterführen zu können.“ Dabei gehe es zum Beispiel um spielleitende Stellen in der Spielplanung, Schiedsrichter in der Einteilung, Trainer zur Mannschaftsmeldung oder Spieler, die Ergebnisse einsehen wollen.
Landesverbände und DHB unterstützen Einführung
In der Regel werden die Informationen und Schulungsunterlagen hierzu vom zuständigen Landesverband übermittelt. Jedoch wird auch der DHB in den kommenden Monaten seine Kommunikation diesbezüglich intensivieren, um wirklich alle in Handball-Deutschland zu erreichen. “Der DHB wird die Landesverbände und die Vereine vor allem bei der Einführung des neuen Systems sehr stark unterstützen”, sagt Dr. Klaus Berding. “Das betrifft nicht nur die Schulungen, sondern auch ganz besonders die Kommunikation in die verschiedenen Handballbereiche. Es geht darum, wer wann was genau im neuen System umsetzen muss. Hierbei werden wir kommunikativ intensiv helfen.”
Auch wenn es, wie bei jeder Einführung einer neuen Software, am Anfang etwas ruckeln wird: Durch diese Mischung aus intensiven Schulungen und ausführlicher Kommunikation soll das Ziel erreicht werden, den Übergang zu einem riesigen Digitalisierungsschritt im deutschen Handball möglichst reibungsfrei zu gestalten.
Foto: Kenny Beele
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